samjolie

Deutsche Fotografie Blog Bühne

Die deutsche Fotoblog „Szene“ wächst und wächst, so dass es immer wieder neue Perlen zu entdecken gibt. Michael Kirchner, bekannt auch als Omori hat jetzt auf seinem Blog einen Aufruf gestartet, deutsche Fotografie Blogs vorzustellen und in einem gemeinsamen Beitrag zu bündeln. Eine schöne Sache. Wird sicher eine sehr gute Liste lesenswerte deutscher Fotoblogs.

Du hast aber auch hier bei mir etwas davon. Ich erzähle Dir etwas mehr von mir in dem ich Michael interessante Fragen beantworte. Here we go:

Ich blogge seit

Meinen aller ersten Beitrag habe ich am 1.9.2007 geschrieben.

Ich blogge, weil

Angefangen hat mein Blog aus einem einzigen Grund: Ich hatte mir derzeit meine erste DSLR gekauft, eine Canon 350D. Aus Mangel an Geld für Zubehör habe ich angefangen Zubehör selbst zu bauen. Das wollte ich natürlich mit anderen teilen, so dass sie sich ebenfalls DIY Fotozubehör einfach nachbauen können und damit Geld sparen können.

Irgendwann mal war ich an einen Punkt, wo die Einsicht kam, dass es zwar einiges gibt, dass man selbstgebaut durchaus sehr gut benutzen kann oder es sogar gar keine kaufbare Alternativen gibt – dennoch das meiste Fotozubehör lieber gekauft werden sollte – bspw. eine Softbox.

An diesem Punkt kam die erste Wende hier im Blog. Ich habe dann angefangen mehr über die Theorie und Sinn der Fotografie, als auch über die Ausrüstung und deren Nutzen zu bloggen.

Meine wichtigste Intention ist aber immer noch, meine Erfahrungen anderen weiterzugeben.

Mein fotografischer Schwerpunkt ist

Aus dieser Entwicklung heraus – verbunden mit einem fotografischen Tiefpunkt, den ich während einer Phase bekommen habe, in der ich die Fotografie kommerziell betriebenen habe – entwickelte sich in mir der Schwerpunkt der erzählerischen Fotografie. Ich sage jetzt immer gern, eine Fotografie muss wie ein Monolog, nur ohne Wörter sein, bei dem der Zuschauer eine Geschichte oder Erzählung im Bild erkennen kann.


Mehr Beispiele

Damit bin ich glücklich(er) als zuvor und habe wieder die Begeisterung für die Fotografie wiedergefunden.

Fotografie bedeutet für mich

Die Fotografie bedeutet heute für mich Emotionen und Gefühle ausdrücken zu können und zu wollen. Sie bietet mir eine andere Sichtweise auf die Welt, als die sonst im Alltag bekannte. Du entkommst dem Trott sobald Du Dich in die Welt der inszenierten und oder erzählerischen Fotografie begibst.

Meine fotografischen Vorbilder sind

Mein größtes fotografisches Vorbild ist Oliviero Toscani. Er war es auch, der mich in einen fotografischen Tiefpunkt der Sinnlosigkeit meiner Bilder geworfen hat. Seiner Werke haben nämlich alle eine tiefere Bedeutung und erzählen eine meist klare und oft zweideutige Geschichte.
Er mahnt an den gesamten alltäglich produzierten Schrott anderer zu überdenken und zum Ursprung des Sinn der Fotografie zurückzukehren. Ausdruck.

Wenn ich das Budget für eine vierwöchige Foto-Reise gestellt bekommen würde

Wenn ich das Budget für eine vierwöchige Foto-Reise gestellt bekommen würde, führe ich sicher nach Russland und würde die dortigen Menschen in den meist zerfallenen Dörfern meiner Heimat fotografieren. Ich würde gerne über ihre Geschichte und ihr leid erzählen. Als ich mit dem Zug an einigen solcher Dörfer vorbeigefahren bin, kamen mir fast die Tränen. Eigentlich mehr kamen als fast.

Wenn ich eine beliebige (noch lebende) Person vor meine Kamera bitten dürfte, wäre das

Wenn ich eine beliebige (noch lebende) Person vor meine Kamera bitten dürfte, wäre das Angelina Jolie. Diese Frau hat so viel zu bieten und könnte so viel erzählen. Als Schwatz aber auch im Bild. Das Leben hat sie sehr geprägt und Spuren hinterlassen. Seien es ihre Tatoos oder Ihr weiser Ausdruck.

Wenn ich einen Einsteiger für die Fotografie begeistern wollte, würde ich als erstes

Wenn ich einen Einsteiger für die Fotografie begeistern wollte, würde ich als erstes mit ihm einen Fotowalk machen. Nichts ist inspirierender als gemeinsam durch die Stadt zu ziehen und zu beobachten. Momente einzufangen, die andere vielleicht nicht gesehen haben.
So einen Moment wie diesen:

Alien Alarm in Paderborn
Alien Alarm. Aliens sind Bestandteil unserer Erde. Wir haben bloß unsere Augen immer gekonnt vor dieser Tatsche verschlossen. Die als Götter bekannten Wesen bspw. brachten Wissen und Werkzeug zur Erde, die kein Mensch hätte selbst sich aneignen und erbauen können.

Dieses Bild entstand bei einem Mobile Fotowalk, bei dem ich den ersten Platz bekommen habe.

Fazit

Am interessantesten finde ich an dieser Blogparade zwei Dinge:
meine eigene Wandlung seit 2008
– und die Frage, welche Vorbilder die deutschen Fotografie-Begeisterten Menschen und Blogger haben?!

Eine Fotografie ist ein Monolog ohne Worte…
Wenn Sie nichts zu erzählen hat, dann ist sie einfach langweilig.

2 Kommentare

  1. Sagenhaft. Dein Eröffnungsbild gefällt mir sehr gut!
    Darf ich dich einmal auf meinen Blog einladen? Vielleicht habe ich das Glück und du hinterlässt auch einen Kommentar. Obwohl, erstklassig in der Fotografie wie du bin ich nicht. Ich arbeite daran.
    Beste Grüße, Andreas
    http://dschungelpinguin.com

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