Foto Zubehör, dass den Nachbau nicht lohnt, oder einfach nichts bringt

Softbox aus einer Styropor Halbkugel

Wenn Ihr als Fotograf sehr viel unterwegs oder auf Veranstaltungen fotografiert, wünscht Ihr euch sicher eine leichte und handliche Softbox für den aufgesetzten externen Blitz. Eine Halbkugel aus Styropor, die durch ein passend ausgeschnittenes Loch auf den Blitz aufgesetzt wird, hört sich zunächst vielversprechend an. Sie ist leicht, weiß und hat von Haus aus die Form einer Softbox. Zudem ist sie günstig und in nahezu in allen Größen in Bastelläden zu bekommen. Die Leichtigkeit ist eine wirklich fantastische Eigenschaft von Styropor, allerdings bringt diese auch genau die ausschlussgebende Eigenschaft für die Verwendung als Softbox mit sich.

softbox aus styropor halbkugel
Styropor ist Lichtdurchscheinend. Trotz der weißen Farbe, schluckt die Kugel einen großen Teil des Lichts, bzw. lässt es durch die Styroporwände entweichen. Das Innere der Kugel muss also zuerst mit einer deckenden schwarzen und anschließend mit einer silbernen Farbe bedeckt werden. Um einen wirklich Lichtdichten Zustand zu erreichen wird allerdings so viel Farbe benötigt, dass die Kugel wiederum schwer wird und der Effekt Sicht nur mit der ABBC Bounce Card vergleichen lässt. Im Vergleich zur ABBC bringt die Styropor Halbkugel also keinen Vorteil und ist damit in meinen Augen unsinnig.

Leuchtstoff Ringlicht Röhre – ein gefährlicher Nachbau.

Ähnlich dem Sparkle Ringlight Effekt, erzeugt eine runde Leuchtstoffröhre eine nahezu schattenfreie Ausleuchtung und eine kreisförmige Reflektion im Auge oder auf der Oberfläche der Objekte. Allerdings ist eine solche Lichtquelle aus meiner Sicht nicht zum Nachbau geeignet. Die Leuchtstoffröhre benötigt eine Hochspannung, die mittels einer Transformators aus der Netzspannung erzeugt werden muss. Da es solche Leuchten nicht inklusive des Transformators vergossen zu kaufen gibt, rate ich jedem der kein Elektriker, ist dieses Ringlicht nicht selbst zu bauen. Es besteht Lebensgefahr! Wenn ich mir die diversen Nachbauten im Netz ansehen, stellen sich mir die Haare regelrecht zu Berge. Die Leitungen und Anschlüsse liegen oft offen. Unachtsamkeit kann hier schnell zu tödlichen Stromschlägen führen. Die Lampe selbst wird zudem meistens nur spärlich befestigt. Leuchtstoffröhren platzen aber regelrecht bei bereits einem relativ geringen Druck auf die Oberfläche – im Vergleich zu einer Glühbirne, die zudem nur zerbricht anstatt zu platzten. Hierdurch können sehr scharfe Splitter durch die Gegend geschleudert werden und bei der Nähe zum Model verheerende Folgen mit sich bringen.
Wenn man ein solches Ringlicht wirklich vernünftig und sicher nachbauen möchte, wird die Anschaffung aller Einzelteile nicht gerade günstig ausfallen. Ausserdem wird es groß und klobig. Der Preisunterschied zu einem vernünftig gebauten und einem vergleichbaren kaufbaren Ringlicht, dass zudem um ein wesentliches leichter, flexibler und dünner ist, liegt bei gerade Mal 30EUR. Dafür bekomme ich als Fotograf mehr Sicherheit, eine um einiges bessere Handhabung und ein besseres Äußerliches.

Eine Fotografie ist ein Monolog ohne Worte…
Wenn Sie nichts zu erzählen hat, dann ist sie einfach langweilig.

3 Kommentare

  1. Ich mag es lieber indirekt zu blitzen. Meistens ergibt sich doch immer eine Gelegenheit um entweder gegen die Decke, eine Wand oder einen großflächigen Gegenstand zu blitzen. Und das ist dann in der Regel deutlich besser als so eine Pseudo-Softbox. Wenn man sich für eine solche Eigenkonstruktion entscheidet, dann muss man auch noch bedenken, dass man damit vor Ort die „Models“ irritiert…..

Schreibe eine Antwort