Arbeiten auf Reisen…

…oder wie arbeite ich mit mehreren Rechnern in Lightroom?

Ich bin möglichst viel unterwegs um Bilder zu machen. Das kann mal ganz in der Nähe meines Heimatorts sein, aber auch mal fast am anderen Ende der Welt. Wo auch immer gibt es einige Dinge, die wichtig und interessant sind.

Für mich ist es immer sehr wichtig, dass meine Daten sicher sind. Deshalb habe ich meistens bei längeren „Reisen“ den Laptop dabei und sichere dort zusätzlich meine Bilder.

Ausserdem sitze ich abends oder über den Mittag gerne am Rechner und sichte und sortiere meine Aufnahmen des Tages gleich. Auch sind so die Stichwörter und eventuelle Namen noch deutlich präsenter. Erste kleine Bearbeitungen werden dann auch gleich erledigt.

Das macht natürlich sinn und ist sowohl praktisch wie auch Zeitsparend. Allerdings ist das MacBook nicht mein Hauptrechner. Die richtige Entwicklung der Bilder passiert dann zuhause. Allerdings tritt dann gerne das Problem auf, dass die Bilder vom MacBook auf den Pro müssen. Wie stellt man das aber jetzt an, ohne all die Sterne, die vergeben wurden, die Bearbeitungen, die gemacht wurden usw. zu verlieren und von vorne anfangen zu müssen.

Lightroom bietet dafür glücklicherweise eine sehr praktische Vorkehrung. Dazu wählt man einfach den Ordner, den man exportieren möchte mit der rechten Maustaste und geht auf „Diesen Ordner als Katalog exportieren“.

Daraufhin wird der Speicherort ausgewählt. Das kann die Festplatte, aber auch eine externe Festplatte, ein USB Stick, oder was auch immer sein. Auf diesem wird dann ein Ordner erstellt.

Dieser Ordner enthält jetzt alles, was für den Import auf einen anderen Rechner benötigt wird, inkl. der Bilder (natürlich auch RAWs) und allen Einstellungen, die gemacht wurden. Auf dem anderen Rechner wird dann der Import im Menü ausgewählt („Aus anderen Katalog importieren…“).

Nach dem Klick erscheint ein Dialogfeld. Dort wird die .lrcat Datei des Exports gewählt und die restlichen Einstellungen nach Belieben vorgenommen. Nach dem Export (kann etwas dauern) sind alle Bilder an dem Platz, an dem sie auch auf dem anderen Rechner waren. Sollte dies ein anderer Platz sein, als der, an dem sie sein sollten kann man sie natürlich wie gewohnt in Lightroom verschieben.

Die Bilder erscheinen mit allen Veränderungen, die sie bisher bereits erfahren hatten.

Ich habe auf beiden Rechnern einen gleichen Aufbau der Bibliothek und somit ist direkt nach dem Import wieder alles an seinem Platz. Auch das spart Zeit und ist außerdem noch deutlich einfacher, da man sich so nicht umstellen muss.

Nach einiger Zeit lösche ich dann immer die Bilder auf dem MacBook, da ich sie ja nicht doppelt brauche. Eine Möglichkeit wäre hierbei vielleicht noch ein NAS, damit man die Bilder auf beiden Rechnern zur Verfügung hat. Aber daran habe ich mich bis jetzt noch nicht heran getraut, da ich dabei einige Hürden vermute.

Jetzt vielleicht noch etwas zu einer neuen Hardwares die ich benutze um schnell Daten zu übertragen und unterwegs Backups der Bilder zu ziehen: Die Samsung T3.

Diese kleine SSD verwende ich nun seit einiger Zeit. Ich habe etwas unter 200€ in die 500GB Variante investiert und muss sagen, die haben sich absolut gewohnt. Nicht nur ist sie sehr klein, nein sie ist auch extrem schnell an USB3.0, bzw. USB-C.

Knappe 400MB/s sind eine Ansage und lassen meine RAWs in Windeseile über die Leitung fliegen. Das macht es echt perfekt für unterwegs. Die Platte ist zusätzlich auch noch Stoßfest und somit optimal für mich. 😉.

Sie passt in jede Tasche und der schwarze Teil ist gummiert und schützt so zusätzlich, auch vor rutschigen Händen.

Mit ihren kompakten Abmaßen habe ich das gute Stück jetzt fast immer dabei und bin echt super zufrieden. Ich nutze es auch zur Datenübertragung der Kataloge, wie oben beschrieben, da es noch mal ein bisschen Schneller ist bei großen Datenmengen, als es über das Netzwerk zu schieben.

Soweit also zu meinem Workflow mit zwei Rechnern. Ich hoffe es hilft dem ein oder anderen und wünsche Euch viel Spaß und gut Licht!

PS: Ich habe die T3 selbst gekauft und bin durch nichts beeinflusst worden.

In Stuttgart geboren, konnte ich mich nie von dieser schönen Stadt trennen und lebe dort auch noch heute.
Fotografisch betätige ich mich bereits seit meinem 14. Lebensjahr intensiv. Mein fotografischer Schwerpunkt ist die Naturfotografie, die mir immer wieder auch als Ausgleich zum Alltag dient.

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