Beautydishes mit denen ich mich nicht vor ein Model trauen sollte

Ein sehr beliebtes Nachbauprojekt bei Portraitliebhabern ist ja die „Beauty Dish“. Es gibt unzählige Anleitungen im Netz, die den Nachbau einer Beauty Dish Schritt für Schritt erklären. Beauty Dishes werden mittlerweile aus Allem gebaut, sei es aus Plastiksalatschalen oder aus Aluminiumschüsseln zum Braten. DIY-Projekte in allen Ehren, aber wenn sich ein Fotograf mit solchen Beautydishes vor ein (TFP) Model stellt, hisst es wohl die weiße Fahne.

Wenn man sich die Ergebnisse der Ausleuchtung solcher Beauty Dishes anschaut, würde ich mich damit selbst vor meine Frau nicht trauen!

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Sicherlich werden die Bilder um einiges besser, als blitzte man direkt. Ein einfacher heller Regenschirm für 1,99 € aus dem nächsten 1€ Laden bote aber ein viel sanfteres und weicheres Ergebnis. Eine Beauty Dish ist eben nicht nur ein Reflektor, sie erfüllt nämlich einen ganz konkreten Zweck. Das Licht wirft tiefe Kernschatten – fast wie direkt geblitzt. Um die Schatten selbst werden aber weiche Kanten erzeugt. Martin Krolop zeigt in seinem Beitrag ganz gut auf, worauf es bei einer Beauty Dish wirklich ankommt.

Wenn eine Beauty Dish denn unbedingt selbstgebaut werden soll, dann schon lieber etwas mehr Aufwand betreiben und eine wirklich schöne Beauty Dish selbst bauen

Eine Fotografie ist ein Monolog ohne Worte…
Wenn Sie nichts zu erzählen hat, dann ist sie einfach langweilig.

4 Kommentare

  1. Hehe, da hast du ja wirklich ein paar wilde Kreationen zusammengetragen…. :)
    Ich denke mal es ist auch die Herausforderung, so etwas zu basteln und nicht von der Stange zu kaufen.

    Wenn man sich aber fotografisch entwickelt und auch besser wird, will man irgendwann nicht mehr mit so einer DIY Lösung (so gut sie im Lichtwurf auch sein mag) vor einen Kunden/Model treten, da gebe ich dir 100% Recht, wobei DIY nicht immer schlechter heissen muss. Ich habe mir z.B. Schirmneiger aus Alu (richtig massiv) gebaut. Die halten länger als das Zeug, was man so kaufen kann, aber man sieht ihnen den Selbstbau auch an -> keine gute Eigenwerbung.

  2. tjaha

    Allesamt vollkommen nutzlos. Gut beobachtet. Aber auch der Selbstbau den Du als gut bezeichnest ist Käse. Der Reflektor der Beautydish muss nicht einfach eine Schüssel sein, sondern eine spezielle Form haben, so dass die Helligkeit gleichmäßig abgestrahlt wird. Und das geht eben mit irgendwelchen Ikealeuchten nicht. Selbst die gute hat einen dunklen Bereich in der Mitte. Verschwendetes Geld.

  3. Als gut meine ich im Vergleich zu den Anderen.

    Ich halte ebenfalls nichts mehr vom Selbstbau. In der kommenden Märzausgabe der C’T Digitale Fotografie habe ich dazu auch einen längeren Artikel geschrieben.

  4. Ich denke zum Ausprobieren reicht es vollkommen aus.
    Bei einem professionellem Auftrag sieht es wieder anders au. Hier zählt leider wie so oft mehr Schein als Sein.

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