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Schluss mit dem Beschuldigen des Materials!

Dieser Beitrag könnte auch heißen „Warum ich Snapseed mag“. Doch dazu später mehr.

Fangen wir mal ganz von vorn an. Viktor hatte bereits einmal einen Beitrag über die Macht der Perspektive in Bezug auf die Handyfotografie geschrieben. Diesen möchte ich heute aufgreifen und meinen Teil dazu schreiben.

Oft hört man von „nicht Fotobegeisterten“, dass es ja klar sei, dass die Bilder des anderen besser aussehen, bei dem Equipment, das man nutzt. Doch dass das so nicht ganz stimmt, das möchte ich hier mal ein wenig aufzeigen.
Warum ich Snapseed mag Klick um zu Tweeten

Fangen wir mal mit dem standart Handy Bild an, wie man es gerne auf den Internetplattformen sieht.

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Man sieht einen kleinen Schmetterling, findet es schön, Drückt schnell ab und ist enttäuscht. och hätt ich doch so ne professionelle Kamera! Klick um zu Tweeten

Die Stimmung kommt nicht rüber, der Schmetterling wirkt mickrig und alles ist vielleicht noch unscharf. Das ist der Punkt,  an dem man oftmals hört: „och hätt ich doch so ne professionelle Kamera!“. Die Kamera ist lediglich ein Werkzeug, das nur so gut ist wie der, der es bedient. Klick um zu Tweeten

Nun wissen wir als passionierte Fotografen,  dass das keinesfalls die Lösung ist. Die Kamera ist lediglich ein Werkzeug, das nur so gut ist wie der, der es bedient. Und genau hier kommen wir zur Perspektive. Diese ist der erste Schritt zu schönen Fotos.

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Zuerst sollte man einen alten Fotografen-tip beachten: geh näher ran. Alles auf dem Bild zu haben ist manchmal verlockend, doch ist es oftmals besser sich auf das wichtige zu konzentrieren. geh näher ran! Klick um zu Tweeten

Also geh ich bei meinen Handy Bildern möglichst nah ran. Die Perspektive habe ich absichtlich etwas tiefer gewählt, um den Eindruck zu vermitteln wir schauen in die selbe Richtung wie unser grüner Freund hier.

Auch ist es wichtig, sich darauf zu konzentrieren das Handy möglichst ruhig zu halten. Wenn man sich im Internet heute mal die Sozialen Medien anschaut sind dort tausende von verwackelten Bildern. Das ist erst mal nicht schlimm,  auch ein leicht unscharfes Bild kann gut sein, aber oftmals wirkt es einfach schludrig und da durch auch schnell belanglos. Ich kenne die Ausrufe z.B. von meinen Schwiegereltern: „oh da sieht man ja sogar das Fell auf dem Bild“. Ich möchte hier aber mal zeigen, dass ein Handy auch scharf kann. ;-)

Nun ist ein Problem am Handy, dass es erst mal irgendwie belichtet. Es gibt zwar apps, die ein wenig Einstellmöglichkeiten bieten, diese finde ich aber ehrlich gesagt nicht so praktisch. Also nutze ich normalerweise nur die Grundfunktionen der iphone Kamera.  Wenn man den Fokuspunkt hier richtig setzt (Stichwort Augen), dann sitzt die Belichtungsmessung auch auf dem richtigen Punkt und die Aufnahme wird mal nicht ganz falsch belichtet. Belanglose Bilder aufpeppen durch Schnitt, Tiefe und Kontrast. Klick um zu Tweeten

Um die Bilder aufzupeppen nutze ich dann aber doch noch ein wenig Software. Wer jetzt an Filter instagram Zeug denkt: „setzen, 6, raus!“. Nein ih empfehle Euch Snapseed.

Auch snapseed beinhaltet solche fancy Filter. Diese lass ich aber in der Regel links liegen. Stattdessen nutze ich die standart Funktionen,  wie bspw. Kontrast, schärfen, Schatten und Lichter oder zuschneiden. Nun schauen wir uns mal eine erste Bearbeitung des oberen Bilds an.

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Das Bild wurde ein bißchen zugeschnitten und leicht bearbeitet. Schon ist es knackiger und lebendiger.

Jetzt sollte man sich etwas interessantes suchen und genau so weiter machen. Zum Beispiel mal ein anderes Bild.

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Die beiden haben netterweise bei ihrem Liebesspiel recht still gehalten und so konnte dieses Bild entstehen. Auch hier kann man mit leichter Nachbearbeitung helfen das Bild noch mehr aufzupeppen.

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Jetzt sind ja Handys bei Bewegung nicht unbedingt in ihrem Element. Doch genau das kann man nutzen um mehr Dynamik in ein Bild zu bekommen und es interessanter zu gestalten.

Im nächsten Beispiel schwebt der zweite Schmetterling direkt in der Diagonale auf den ersten zu. Auch das trägt positiv zur Bildgestaltung bei.

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Wie man hier sieht kann man ein Handy also auch in der Naturfotografie einsetzen, denn wie immer gilt die beste Kamera ist die, die man dabei hat. Und bei der Gartenarbeit ist das nunmal mein Handy.

Natürlich kann das Handy meine DSLR Ausrüstung nicht ersetzen. Mit diesem Equipment ist einfach mehr möglich und ich habe die Kontrolle, aber ein Handy ist keine Entschuldigung für shlechte Fotos!

Wichtig ist es sich vorher bereits Gedanken über den Bildaufbau zu machen, nahe heran zu gehen, gerade bei den kleinen Brennweiten, die Handys verwenden und das Bild konzentriert zu schießen. Ein bisschen Nachbearbeitung ist durchaus positiv, ersetzt jedoch nicht die vorher genannten Punkte. Ein Filter macht ein schlechtes Bild nicht gut!

Also schiebt es zukünftig nicht auf das Equipment,  sondern strengt Euch an das beste aus dem zu holen, was Ihr zur Verfügung habt.

Wie ja bereits angedeutet sind all diese Bilder mit einem iphone 6 und ein wenig snapseed Bearbeitung entstanden.

Also nix wie raus und auf den Auslöser drücken!

Tipp für bessere Bilder: geh raus! Jetzt! Mache Bilder! Klick um zu Tweeten

In Stuttgart geboren, konnte ich mich nie von dieser schönen Stadt trennen und lebe dort auch noch heute.
Fotografisch betätige ich mich bereits seit meinem 14. Lebensjahr intensiv. Mein fotografischer Schwerpunkt ist die Naturfotografie, die mir immer wieder auch als Ausgleich zum Alltag dient.

4 Kommentare

  1. Viktor

    Ich habe Snapseed schon lange nicht mehr benutzt, wird mal Zeit der diese nochmal vs. der Instagram Bildbearbeitung auszuprobieren (nein ich mein nicht die Filter :)

  2. Ja, die haben in der letzten Zeit ordentlich zugelegt und einige tolle Funktionen eingebaut. Ist mittlerweile echt ein tolles Tool!

  3. Viktor

    Danke Dir für den Hint. Habe gerade ein unterbelichtetes Bild von meinem Sohn mit „Ambiance“ retten können. Schon Wahnsinn, was Snapseed heutzutage kann!

  4. Hatte es auch zwischenzeitlich nicht mehr genutzt, aber dann mal wieder angetastet und war sofort überzeugt.
    Ist richtig gut geworden.

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