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Die oft gestellte Frage – welche Kamera soll ich kaufen


Ich werde immer wieder gefragt, ob ich denn nicht eine Kamera empfehlen könnte – ich kenne mich doch sicherlich aus mit Kameras, da ich mich ja für Fotografie interessiere.

Allerdings ist eine Antwort auf diese Frage gar nicht so banal einfach, wie sich viele gerne vorstellen. Zum einen ist es wichtig zu wissen, was Du mit der Kamera anstellen möchtest. Soll es eine Einsteigerkamera werden? Möchtest Du Dich mit der Kamera wirklich auseinandersetzen oder nur die Automatiken benutzen? Soll vermehrt drinnen oder draußen – oder drinnen und draußen fotografiert werden? Möchtest Du auch einen Blitz anschaffen, möchtest Du an Workshops teilnehmen, um Dich in Sachen Kameratechnik weiterzubilden?

Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass die Kamera Bodys heutzutage kaum nennenswerte Unterschiede haben – zumindest im Einsteigersegment. Sei es eine Canon 1000D, 500D oder Nikon D3000 oder Sony Alpha A350 oder Olympus E-510 oder oder oder…. Im Prinzip sind sie sich alle sehr ähnlich. Alle haben einen APS-C Chip, alle haben eine identische Chipgröße und und und. Im Prinzip gibt es gar keine Unterscheide – zumindest keine, die wichtig wären. Sei es die Canon 450D, 500D, 1000D oder Nikon D60, D90, D3000 alle machen Sie Bilder und sind nur bis auf Kleinigkeiten unterschiedlich. Die einen schwören auf Canon, andere auf Nikon, dritte auf Sony. Manche sagen Canon ist etwas leichter zu bedienen als Nikon, andere dass Nikon ein etwas besseres Bild als Canon hat.

Das Objektiv ist das wichtigste! Wesentlich wichtiger ist meiner Meinung das Objektiv! Standard Zoom Objektive (ich meine damit die typischen Kit-Objektive, die mit den Bodys angeboten werden) sind meiner Meinung nach eigentlich alle “nicht zu gebrauchen”, zumindest wenn Du Dich mit Deiner Kamera planst etwas näher auseinanderzusetzen! Damit stößt Du ziemlich schnell an unüberwindbare Grenzen!

Hier stellt sich also von Anfang an die Frage wie Du die Kamera verwenden möchtest. Möchtest Du Dich a) damit richtig auseinandersetzen und Spitzenfotos machen oder b) immer im Automatikmodus 0815 Fotos fotografieren, die zwar gut sein können aber eben Stangenware.

a) brauchst Du ein Kamera Body mit einem teuren Objektiv, dass genau dafür optimiert ist, was Du am meisten machen willst.
b) kannst Dun getrost irgendein Kamera + Body Angebot nehmen

DSL Objektive - Gegenüberstellung Qualität Zoomfaktor und Kosten

Objektiv - Zoomfaktor - Kosten, eine Gegenüberstellung

je größer der Zoombereich der Objektive und umso günstiger die sind, desto schlechter ist ihre Qualität. Am Besten sind Festbrennweiten im oberen Preissegment und manuell (Zeiss)

Meine Empfehlung wäre also immer erst eine einfache Body-Objektiv Kombi zu kaufen und dann zu schauen wohin Du Dich entwickeln möchtest. (dazu später mehr)

PS: Aus eigener Erfahrung rate ich generell bei Canon: Finger weg von Drittherstellern beim Zubehör und Objektivkauf! Canon und Andere vertragen sich schlecht, da Canon die Protokolle zur Kommunikation zwischen Kamera und Zubehör oder Objektiv nicht veröffentlicht.

Zum Weiterlesen: Fotografie für Anfänger

Update

Für alle, die mir noch nicht glauben möchten habe ich mal ein kleines Video darüber was besser ist – ein günstiges DSLR Body mit einer teuren Linse oder ein teures DSLR Body mit einer günstigen Linse:

Fazit ist, dass die heutigen Einsteiger Bodies gute Abbildungsleistungen haben, Objektive aber sehr stark voneinander abweichen! Für den Anfang solltest Du Dir also das günstigste Body kaufen und lieber etwas mehr Geld in das Objektiv investieren! Du wirst es nicht bereuen!

19 Kommentare

  1. Sven

    “Standard Zoom Objektive sind meiner Meinung nach eigentlich alle “nicht zu gebrauchen” …..

    das ja mal die Aussage des Tages !!!

    http://www.etest-digitalkamera.de/Objektive.Nikon-Objektive.Nikon-AF-S-Nikkor-2-8-14-24-mm-G-ED.Test-Details.html

    “Aus eigener Erfahrung rate ich generell bei Canon: Finger weg von Drittherstellern beim Zubehör und Objektivkauf! Canon und Andere vertragen sich schlecht, da Canon die Protokolle zur Kommunikation zwischen Kamera und Zubehör oder Objektiv nicht veröffentlicht.”….

    Kein Hersteller hat das bis jetzt offiziell veröffentlicht

  2. Mit Standard Zooms meine ich natürlich die Kit Objektive.

    Ich weiß nicht wie sich Nikon und Sony mit Zubehör von Drittherstellern vertragen, aber wohl, dass meine Canon sich mit zwei Tamron und einem Sigma Objektiv sowie mit einem Metz Blitz nicht gut vertragen hat.

  3. Starfotograf

    Ich habe noch NIE so viel Blödsinn in so wenigen Sätzen gelesen!!

    Entweder hast du keine Ahnung vom Fotografieren, du bist absolut unwissend, was die einzelnen Hersteller mit ihrer Marketing-Strategie bezwecken oder du betreibst Sado-Maso und willst dich mit deinem irregeführten Blog selbst kasteien…

    An deiner Stelle würde ich den Blog ganz schnell löschen und fotografieren lernen!!

  4. Gerade für Einsteiger, die sich langsam an das Medium “Fotografie” herantasten möchten, sind die Standard Kit´s super und meiner Meinung nach, überhaupt nicht zu bemängeln. Um sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, Zusammenhänge zu verstehen und zu erlenen – völlig ok und absolut brauch – und vorzeigbare Ergebnisse. Das der ambitionierte Fortgeschrittene, natürlich auf Festbrennweiten setzt, ist ja eine ganz andere Geschichte..bzw. rechtfertigt sich da schon eher die Investition so einer Anschaffung.

    Auch die Suppenzooms, werden meiner Meinung nach, schlechter geredet, als sie sind. Bin selbst im Besitz eines Sigma 70-300mm / an Pentax K100D und kann mich überhaupt nicht beklagen. Ich kann mir durch diese relativ geringen Anschaffungspreise (im Vergleich zu Festbrennweiten) so kleine Träume erfüllen und mich weiterentwickeln, ohne im Lotto gewonnen zu haben und trotzdem gute Fotos machen.

    Zur selben Thematik gibt es auch auf meinem Blog einen Artikel.

    http://kayamaran.wordpress.com/2010/11/26/dslr-einstieg-und-fuhre-mich-nicht-in-versuchung/

    in diesem Sinne einen schönen ersten Mai.
    Gruss
    K.

  5. viktor

    Ich habe es schon oft erlebt, dass sich ein Anfänger etwas günstiges kauft (Kit) um dann festzustellen, dass es nach einem halben Jahr seinen Anforderungen nicht mehr ausreicht.

    Ich will niemandem von einem Kit abraten. Nur ans Herz legen, dass wenn Du Dich mit der Fotografie wirklich beschäftigen möchtest, Du besser beraten wärst, gleich etwas besseres Equipment zu kaufen, denn sonst kaufst Du doppelt.

  6. Es gibt ja zwei Arten von Anfängern. Die einen kaufen sich eine DSLR, weil DSLRs geile Fotos machen – so ganz von alleine. Die Anderen kaufen sich eine DSLR, weil sie in naher Zukunft damit wirklich gute Foto machen wollen. Sei es um in einem Online Shop eigene Produktbilder zu machen, oder weil sie die Fotografie für sich entdeckt haben und von vornherein wissen, dass sie sich auf jeden Fall weiterentwickeln wollen, usw.

    Für die letzteren von beiden ist dieser Artikel gedacht!

  7. Oliver

    Meiner Ansicht und Erfahrung nach, ist der qualitative Unterschied der Abbildungsleistung bei DSLR ab einer gewissen Spiel- bzw. Preisklasse für das normale Auge, auf einem normalem Print oder auf dem Monitor kaum noch feststellbar. Wird die Hürde von (sagen wir mal) 700 € für den Body übersprungen, liegen die Auswahlkriterien für mich eher bei der persönlichen Handhabe oder der jeweiligen Hörigkeit zur Marke/Markentests oder Empfehlungen. Meine SLR hat den Vorzug, dass sie rundrum wasserabweisend und sehr robust ist. Ob sie nun bessere oder schlechtere Bilder macht als eine Canon, Nikon, sonstwas ist mir eigentlich egal. Sie bietet alles was ich mir wünsche und sogar die Kit Linse ist sehr brauchbar (und wasserfest!!)

    Habe deinen Blog eben erst empfohlen bekommen und ich glaube, dass du dich entweder irrst oder schlicht nur faselst… soll’s ja geben.

  8. ich habe doch auch nichts anderes behauptet?
    “Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass die Kamera Bodys heutzutage kaum nennenswerte Unterschiede haben – zumindest im Einsteigersegment. Sei es eine Canon 1000D, 500D oder Nikon D3000 oder Sony Alpha A350 oder Olympus E-510 oder oder oder….”

  9. Oliver

    Ich bin des lesens mächtig Victor, danke. Es kam nicht deutlich genug durch, sorry: Meiner Meinung und Erfahrung nach, ist deine Aussage zu den Kitlinsen nicht richtig. Quer durch alle Marken und vor allem für das Gros der Käufer der SLRs, spielt der qualitative Unterschied zwischen einer Kitlinse für 250 € und einer Prooptik für 2.500 € keinerlei Rolle. Ich vermute, dass weniger als 2% der Fotografen je Abzüge in 75er Diagonale anfertigen und sich bis maximal 20x30cm via ALDIphotoservice bedienen lassen, was ja auch absolut okay ist. Die Fertigungstoleranzen der Großlabore sind erheblich größer als der abbildungstechnische Zugewinn durch eine bessere und tlw. 500% teurere Optik. Wobei das für mich in dem gebotenen Preisleistungsverhältnis bei Abzügen aus den Laboren absolut zu vernachlässigen ist.

    Ich gebe immer den Rat, die Kitoptik zunächst auszureizen, die Cam genau kennenzulernen und dann erst zu ergänzen oder uU sogar das System zu wechseln/optimieren. Meistens bleibt es dann doch beim “grünen” oder “roten” Automatikmodus denn meistens sind die ersten Ambitionen verflogen, sobald klar ist, dass der Unterschied zwischen Knipsen und Fotografieren größer und arbeitsreicher ist, als erwartet.

    Unterschreiben kann ich jedoch die Aussage, dass die Dritthersteller besser zu meiden sind.

  10. “…spielt der qualitative Unterschied zwischen einer Kitlinse für 250 € und einer Prooptik für 2.500 € keinerlei Rolle…”
    hehe, ok hier liegt also der Unterschied in unseren Gedanken begraben. Ich meine (Canon) Kitlinsen um die 80€ rum (bspw. das Plastikmonster Canon EFS 18-55) – also das, was in jedem Discounter (mit großen M Buchstaben) bei den Bodies dabei ist.

    Bei solchen Linsen habe ich sowohl mich, meine Bekannten und Freunde schon viel zu oft beobachtet, dass sie die 80€ lieber einbehalten hätten und sich ein Objektiv um 300€ rum von Anfang an gekauft hätten.

    Mir geht es auch gar nicht unbedingt um die Abbildungsqualität, sondern um die Genauigkeit – also die Qualität der Linse an sich. Das Canon 50mm 1.8 bspw. hat eine klasse Abbildungsleistung für 100€. Aber! Man muss min. 5 Fotos machen, damit eins dabei ist, dass scharf abgebildet ist.

  11. ich hab mal ein sehr passendes Video beigefügt! Das untermauert meiner Meinung nach sehr deutlich meine Position!

  12. Hallo,

    ich bin Hochzeits-DJ und werde von den Brautpaaren oft gefragt, wie man einen guten Hochzeitsfotografen erkennt. Es gibt in Internetforen scheinbar häufig die Meinung, dass nur Fotografen mit teurer Ausrüstung zu empfehlen sind. Kann man das so pauschal sagen?

    Ich würde mich über ein paar Infos freuen.

    lg, DJ Andy

  13. Die erste Frage ist sehr schwer zu beantworten und wahrscheinlich nicht pauschal anwendbar.

    Die Frage ob nur Fotografen mit teurer Ausrüstung zu empfehlen sind, kann ich mit einem eindeutigen NEIN beantworten. Ich kenne zahlreiche Fotografen/Innen, die mit wenig technischen Mitteln zauberhafte Ergebnisse erzielen.

    Generell sei gesagt, dass die Fotografen eigentlich nur anhand ihrer Referenzbilder ausgewählt werden sollten! Der Preis spielt für mich ehrlich gesagt da keine Rolle!

    Ich selbst hatte einen sehr “verspielten” Fotografen, für den ich sehr gern die 1000€ auf den Tisch gelegt habe!!! Das war es mir eindeutig Wert! Diese Bilder bekommst Du nämlich nur einmal in Deinem Leben!

  14. Hallo Viktor,

    vielen Dank für Deine Infos. Es ist hier scheibar gleich, wie in unserer Branche: die tollste Ausrüstung hilft nichts, wenn die Technik nicht beherrscht wird.

    lg, DJ Andy

  15. das sowieso.

    Ein Fotograf sollte seine Ausrüstung kennen, aber ob er mit nem 10.000€ oder 2000€ Equipment anrückt sagt nichts über sein Können aus!

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  18. Wirklich guter Artikel. Bin auch am überlegen welche Kamera ich mir kaufen soll und von diesem Blickwinkel habe ich das noch gar nicht gesehen. Dachte mir wenn ich bei beiden in der Mittelklasse bleibe da kann ich gar nicht so falsch liegen. Aber das dann das Objektiv so viel unterschied macht und sich dann der teuerer Body gar nichts mehr bringt, so habe ich das noch gar nicht gefasst ^^
    Aber gut zu wissen, bin ich wieder reicher in meinem Wissen was die Kameras anbelangt und einen Schritt sicherer beim Kauf. Danke!
    MfG, Harald

  19. Monika

    Hallo,
    Finde das ist wirklich ein toller Beitrag. Habe mir anhand dessen sehr viel leichter getan bei der Entscheidung was für eine Kamera ich wohl kaufen werde. Und jetzt ist es die perfekte Mischung aus Body und Objektiv und damit habe ich bei unserem letzten Urlaub so richtig schöne Fotos von unseren Kids machen können. Bin wirklich sehr begeistert :) Danke dafür!
    Liebste Grüße,
    Monika

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