Hochzeitsfotografie als Kunst

Hochzeitsfotografie als Kunst, das klingt im ersten Augenblick fast wie ein Wiederspruch. Die meisten Menschen kennen Hochzeitsfotografie als ein paar Bilder nach der Trauung, auf einer Wiese, neben einem Baum, in relativ natürlichen Posen, und unbedingt mit gewinnendem Lächeln. Weiter gibt es noch das Gruppenfoto auf einem eigens dafür mitgebrachten Gestell (tut mir leid, mir fällt der Name dafür gerade nicht ein), das gerne 20 min. oder länger dauern kann.

Doch Hochzeitsfotografie kann auch ganz anders sein. Es gibt eine journalistisch geprägt Form, die ursprünglich aus England und den U.S.A stammend, auch in Deutschland immer mehr Fuss fast.

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Neben einigen Beispielen aus meiner Praxis möchte ich Ihnen hier auch einige Links nennen, die Ihnen dies veranschaulichen mögen.

Ein Hochzeitstag besteht fast immer aus den gleichen Abläufen:

  • die Vorbereitung
  • die Zeremonie
  • der Sektempfang
  • das Essen
  • die Feier / das Tanzen

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Nach meinem Verständnis sollte der Fotograf diesen Tag auf kunstvolle Weise dokumentieren, aber den Ablauf so wenige wie möglich bis gar nicht stören. Wenn man ohne gestellte Bilder auskommt, ist dies auch kein Problem. Die Paarportraits, das Gruppenfoto und einige Bilder mit den Trauzeugen und Verwandten können im Laufe des Tages, bei schönem Licht – das geht auch bei Regen – und ohne die Feier an sich zu stören gemacht werden.

Eine sehr spannende Organisation ist in diesem Zusammenhang die WPJA (Wedding Photojournalist Association) und ihr Ableger für Künstler die (AG)WPJA (das AG steht für Artistic Guild).

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Hier werden nur Fotografen aufgenommen, die einen journalistischen Stil pflegen, also keine Bilder stellen.

Wenn man dann noch beginnt, die Dinge auf etwas andere Weise zu zeigen, und mit Reflexionen, interessanten Linienführungen und Licht und Schatten arbeitet, können Bilder entstehen, die der Kunst ohne weiteres zuzuordnen sind.

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Das Hochzeitspaar bekommt auf diese Weise einen kompletten Bilderbogen der Hochzeit mit Bildern, die höchste Ansprüche erfüllen. Ich wage zu behaupten, dass der Anteil dieser Fotografie am gesamten Hochzeitsmarkt noch sehr stark ansteigen wird.

Matthias Richter – Fineart Hochzeitsfotografie

6 Kommentare

  1. Julia

    Den Artikel kann ich nur unterstützen. So wünsche ich mir die Bilder von meiner Hochzeit auch.

  2. Hallo,

    Ja, leider es ist so: „Die meisten Menschen kennen Hochzeitsfotografie als ein paar Bilder nach der Trauung, auf einer Wiese, neben einem Baum, in relativ natürlichen Posen…“
    Alle Kreativen Fotografen in Deutschland sollen gemeinsam für alle Deutscher einen anderen Hochzeitsstil zeigen, und vielleicht ändert sich was.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Artes Hochzeitsfotograf

  3. Kann ich nur zustimmen. Wollte auch nur sagen, dass ich begeistert von den oben geposteten Bildern bin. Schöne Grüße
    – Johanna –

  4. Super Artikel. Fotografie und Kunst lassen sich nie ausschließen. Es gibt halt gute Künstler und weniger gute. Dasselbe wie bei Ärzten, Rechtsanwälten oder dem Bäcker um die Ecke.

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