Geld machen mit der Fotografie

Immer wieder überlegen ich mir, wie es wohl wäre mit der Fotografie Geld und vielleicht sogar meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Nicht, dass ich dies in nächster Zeit vorhätte, auch denke ich nicht, dass ich gut genug bin, um in diesem Business zu bestehen (zumindest noch 😉). Aber doch fasziniert mich der Gedanke.

Natürlich ist es ein Traum mit seinem Hobby Geld zu verdienen und davon leben zu können. Allerdings wäre meine größte Angst für mich das zu verlieren, was ich an der Fotografie so schätze. Bleibt nicht der Spaß auf der Strecke, wenn ich Ergebnisse bringen muss?

Natürlich hat man es selbst in der Hand, aber wenn der Auftraggeber Erwartungen hat und diese eben nicht erfüllt werden sitzt man unter Umständen eben mit leeren Händen da.

Auf der anderen Seite stehen einem natürlich unglaublich viele neue Wege und Möglichkeiten offen. Wenn ich mir z.B. einen professionellen Landschaftsfotograf anschaue, so bekommt dieser die Möglichkeit an unglaubliche Orte zu kommen, super Guides zur Seite gestellt und muss sich unter Umständen nicht um Transport, Unterbringung usw. sorgen. Das wäre natürlich schon einen Traum.

Aber ist man dann nicht nur auf das Bild konzentriert? Geht nicht das Genießen dieser unglaublichen Umgebung verloren?

Bestimmt schafft der ein oder andere den Spagat, vielleicht ist es ja auch gar nicht so? Ich weiß es nicht und werde es vermutlich auch nicht allzu schnell erfahren, aber doch denke ich gerne mal darüber nach, wie es wohl wäre.

Was denkt Ihr darüber? Eine Möglichkeit? Gibt es ähnliche Ängste? Habt Ihr es vielleicht gemacht und könnt berichten?

Ich bin gespannt.

In Stuttgart geboren, konnte ich mich nie von dieser schönen Stadt trennen und lebe dort auch noch heute.
Fotografisch betätige ich mich bereits seit meinem 14. Lebensjahr intensiv. Mein fotografischer Schwerpunkt ist die Naturfotografie, die mir immer wieder auch als Ausgleich zum Alltag dient.

8 Kommentare

  1. Viktor

    Ich hatte es probiert und war 2 Jahre lang selbstständiger Fotograf für Produkte, Events und Hochzeiten sowie für Portraitfotos zu Hause (mobiles Fotostudio). Ein Knochenjob. Ich habe in der Zeit meine Leidenschaft für kreative Fotografie verloren. Beim Job muss alles auf Zack sein. Wenn ein Handgriff nicht sitzt kostet es Dich ein gutes Bild. Gerade bei Hochzeiten und Kinderfotos hast Du oft nur eine Chance. Ich will es nie wieder aufüben und habe Hochachtung vor jedem, der das erfolgreich ausübt!

  2. Ich finde es super merkwürdig, das die Frage „wie verdiene ich mit Fotos Geld“ bei Hobbyfotografen so oft auftaucht. Bei Menschen die das Angeln als Hobby haben, denken wahrscheinlich niemand daran „Profi“ zu werden. :)
    Ich glaube die romantische Vorstellung sein Hobby zum Beruf zu machen wird von vielen falsch gesehen.
    Es kommt gar nicht darauf an, das du so „gut“ sein musst als Fotograf.
    Du musst in erster Linie nur solide Arbeit abliefern und Aufträge an Land ziehen. Sprich stark im Verkauf sein.

  3. Viktor

    Mache das was Dir spaß macht als Beruf und Du wirst nie wieder arbeiten müssen. Das ist ein ganz bekannter Satz. So oder so ähnlich denkt sich bestimmt auch der ein oder andere Hobbyfotograf. Die Verlockung ist groß, die meisten unterschätzen aber das ganze drum herum hinter dem Job. Ich habe mal gehört, dass ein durchschnittlicher Berufs-Fotograf etwa nur 20% seiner Zeit mit Fotografieren verbringt.

  4. Ich denke auch, dass man viel am Spaß verliert wenn man kreativ sein muss um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
    Auf der anderen Seite beneide ich immer die Leute, die sich mit wenig Einsatz hier und da ein paar Taler verdienen in dem Sie Ihre Fotografischen Leistungen an den Mann bringen.
    OK, teilweise zu echten Dumping Preisen, aber nun gut. Mir persönlich wäre der Stress, kreativ auf Knopfdruck zu sein, zu groß und meine Zeit (Freizeit) echt zu kostbar um mich noch mit zahlender Kundschaft „rumzuschlagen“.

    Ich bleibe lieber bei dem Kredo, dass ich mache was mir Spaß macht. Sagt mir eine Idee nicht zu, kann ich ohne schlechtes Gewissen ablehnen.

  5. Viktor

    „Auf der anderen Seite beneide ich immer die Leute, die sich mit wenig Einsatz hier und da ein paar Taler verdienen in dem Sie Ihre Fotografischen Leistungen an den Mann bringen.“
    Ich nicht, denn es funktioniert einfach nicht.

  6. Es gibt jetzt eine Möglichkeit Geld mit seiner Kamera zu verdienen, ohne Berufsfotograf zu werden: Immer, wenn ihr euer Equipment gerade nicht braucht, könnt ihr es auf https://gearo.de vermieten. Eure Ausrüstung ist dabei komplett versichert, sodass ihr euch nicht über Diebstahl oder Beschädigungen sorgen müsst. Den Tagesmietpreis bestimmt ihr selbst und Anfragen könnt ihr auch jederzeit stornieren, wenn ihr sie kurzfristig doch selbst benötigt. Natürlich kann man davon nicht leben, aber für mich ist es eine coole Einnahmequelle, für die man echt nicht viel tun muss!

  7. Viktor

    Wäre fast als SPAM untergegangen. Wirklich Nette Idee. Die muss ich einfach freigeben. 👍

  8. Jetzt betreibe ich die Fotografie als Hobby und finde es sehr entspannend. Natürlich finde ich es auch spannend meine Bilder in meinem Blog, http://jv-foto.de, zu präsentieren. Wenn ich mir aber vorstelle, ich muss die Erwartung eines Kunden erfüllen, ist es nicht mehr wirklich entspannend. Ich habe bereits einige Fotoreihen für Bekannte gemacht und es ist sofort ein unterschwelliger Druck dabei, die Erwartung zu erfüllen. Auch bei der anschließenden Bearbeitung der Bilder, war ich nicht so locker, als wenn ich die Bilder für mich bearbeite.
    So wie ich die Fotografie jetzt betreibe ist es für mich ein schönes Hobby und das möchte ich ohne Druck weiter so machen.
    Gruß Jörg

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