Affinity Photo – erste Eindrücke vom Photoshop Killer

Ich habe mir den Photoshop Killer Affinity Photo angesehen und werde tatsächlich mein Photoshop CC dafür aufgeben! Affinity Photo ist von der Bedienung her sehr ähnlich zu Photoshop und nutzt die selben Tastenkürzel. Hat zudem einen sehr fixen und einfachen RAW Converter und reicht für Zwecke der Webbearbeitung vollkommen aus.

Endlich ist das lang ersehnte Affinity Photo als Beta erschienen. Das Programm möchte ein vollblutiger Photoshop Killer sein. Nach meinen ersten Erfahrungen damit kann ich sagen, dass für meine Zwecke das Tool völlig ausreicht und damit wirklich zum echten Photoshop Killer geworden ist.

Der Affinity Designer ist ja tatsächlich ein Illustrator Killer geworden und ist die #2 Mac App im Jahr 2014 geworden! Es ist günstig, es kann das gleiche wie Illustrator und es ist schnell. Bereits im Oktober 2014 war ich schon sehr gespannt auf die „Photo“ App.

Damit Affinity eine echte Chance bekommt, werde ich mein Photoshop CC nun radikal kündigen sowie deinstallieren und mich die nächsten Tage tatsächlich nur mit Affinity beschäftigen. Wenn Photoshop parallel installiert wäre, ist das Bedürfnis „mal eben schnell“ was mit Photoshop zu machen zu hoch und Affinity bekäme nicht die reelle Chance, dass es definitiv verdient hat!

Gleiche Tastenkombinationen wie bei Photoshop

Das absolut tolle an Affinity ist, dass es identische Tastenkürzel von Photoshop verwendet. Auch wenn ich früher gesagt hätte ich nutzte kaum Tastenkombinationen bei Photoshop, so ließ ich mich jetzt eines besseren belehren. Durch Tastenkombis war ich wesentlich schneller in Affinity integriert, als hätte ich mir die Funktionen erst im Menü zusammensuchen müssen.

RAW Converter

Der RAW Converter ist einer der besten, die ich neben dem Adobe RAW Converter bisher ausprobiert habe. Er ließt alle aktuellen (Canon & Nikon) RAW Daten und kann damit „sogar“ mit Nikon NEF Daten umgehen (Nikon lässt sich ja einen eigenen RAW Converter teuer bezahlen).

Update zum RAW Converter 14.2.15

Der Affinity Photo BETA RAW Converter liefert manchmal seltsame Ergebnisse. Wie an dem folgenden Video-Beispiel zu sehen, sind beim Processing dieses speziellen Foto die Unterschiede zum Adobe RAW Converter extrem groß! In Photoshop ließe sich das Bild noch so retten, dass man es tatsächlich noch verwenden kann. Im Affinity Photo Converter ist es hingegen hoffnungslos verloren. Nun gut, es ist eine öffentliche BETA Version! Wer hier reibungslose Funktion erwartet ist selber Schuld. Schade ;-) Ich hatte mich auf Affinity schon so sehr gefreut und nun muss ich wieder warten…Aber das Warten lohnt sich sicher!

Update: Die Farbränder sind nun jetzt nicht mehr da siehe

Ein weiteres deutliches Beispiel ist auf diesem Bild zu sehen:
affinity RAW Converter spitzen
Der Himmel ist zwar deutlicher zu erkennen, man sieht aber darin auch sehr unschöne Fragmente, die man im Bild eigentlich nicht haben möchte. Mir scheint es fast, als würde Affinity versuchen wollen mehr Dynamik aus dem Bild herauszuholen als von der Kamera möglich ist.

First Hands On

Ich habe mal ein kleines Video gemacht, mein erstes solcher Art.
Diese Video ist ein „First Touch“, steinigt mich also nicht, wenn ich hier keine guten Beispiele geliefert habe.

Günstiger Preis

Wenn man den Gerüchten glauben schenken möchte, dann wird Affinity Photo einmalig um die 49 EUR kosten. Das sind etwa 4 Monatssätze für das „Photoshop CC + Lightroom“ Fotografenpaket. Das ist für normale Menschen eine wirklich gute Alternative, die schon im ersten Jahr bereits mehr als 100 EUR einsparen würde.

Update 17.2.15

Affinity hat bekannt gegeben, dass die BETA upgadatet wurde und diese Woche noch erneut upgedatet wird.
Affinity Photo Beta Update
Das Problem mit den Farbrändern bei der RAW Entwicklung hat sich damit erledigt. Die Farb und Helligkeits Anpassung ist jedoch immer noch nicht genau so gut wie beim Adobe RAW Converter.

Eine Fotografie ist ein Monolog ohne Worte…
Wenn Sie nichts zu erzählen hat, dann ist sie einfach langweilig.

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