Die Peter Atkins Technik der Fotografie und Bildbearbeitung

nach dem Motto „Weniger ist mehr“.

Gastbeitrag von Peter Atkins

Wenn ein Portrait im Modus ‚Automatik‘ fotografiert wird, besteht meist das Problem, dass die Kamera relativ dunkel (mit einer hohen Blendenzahl) auslöst, da die Sensoren die Lichtstärke an der größten Fläche (Hintergrund und Haut) messen und die Haut der meisten Europäer sehr hell ist. Die Sensoren versuchen die helle Haut mit starken Verdunkeln des Bildes auszugleichen. Das führt dazu, dass die Augen sehr dunkel und ohne klare Strukturen erscheinen, Sie wirken nicht selten wie schwarze, ausdruckslose Knöpfe. Wer dann versucht im nachhinein bei der Bildbearbeitung die Augen heller und stahlender zu machen wird schnell enttäuscht werden.

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Die Peter Atkins Technik ist zwar aufwendiger in der Fotografie und Einstelung führt aber zu einem wunderschönen Ergebnis. Dabei wird die Belichtung manuell auf die Helligkeit der Augen eingestellt (meist ca. 2 Blenden heller als im Automatik Modus) womit man nicht nur die Augen betont, sondern gleichzeitig eine helle und markellos wirkende Haut erzielt, die somit nahezu elfenbeinartig strahlt.

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Für die anschließende Bildbearbeitung dient dieses Bild nun als ideale Vorlage. Mit dem Photoshop kann man die Aufnahme jetzt ohne weiteres um ca. 10-20 % verdunkeln, was zum Effekt hat, dass die Haut natürlich aussieht, ohne das die Augen zu dunkel wirken. Hat man die Situation umgekehrt, also dunkle Augen ohne Struktur, lässt sich dass Bild durch nachträgliches aufhellen nicht verbessern, da sich schwarze, strukturlose „Knöpfe“ nicht in helle und klare Augen verwandeln lassen. Durch die Reduzierung der Farbe (Sättigung) um ca. 20-40 % wirkt die Fotografie noch edler und zeitloser. Außerdem wirken zu farbige Bilder oft etwas gelbstichig was sie meist billig erscheinen lässt.

Zu erwähnen wäre noch, dass das RAW Bild nun zweimal entwickelt werden muss. Einmal für die optimale Belichtung der Augen und das zweite Mal optimal für die Belichtung des restlichen Bildes. Dann werden eben diese beiden resultierenden Bilder über einander gelegt und nur an den Augen mittels der Maske freigemacht.

Das Ergebnis ist nun ein leicht bearbeitetes Bild, bei dem die Bearbeitung nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist und somit seine Glaubwürdigkeit behält. Das nachträgliche bearbeiten der Augen, was häufig als nachträgliche Manipulation zu erkennen ist, wird durch das optimale Fotografieren im Vorhinein vermieden.

Dem Motto „Weniger ist mehr“ bediente sich schon Michael Caine in seinem gleichnamigen Buch
über die Schauspielerei und es trifft ebenso gut für die Fotografie zu.

Tip:

Es besteht die Möglichkeit, die Peter Atkins Technik der Fotografie und Bildbearbeitung
immer Samstags und Sonntags von 15.00-19.00 Uhr bei einem
Fotoworkshop (Portait / Fashion) mit Peter Atkins zu erlernen.
die folgenden Themenbereiche werden in dem Workshop behandelt:

  • Einführung in technische Grundlagen der Kamera
  • wichtige Kameramodi, Überblick über die Objektive und Nutzung von Licht / Reflektor / Blitzanlage
  • Anwendeung erlernter Techniken bei einem Fotoshooting mit Models
  • Erlernen der Bildbearbeitung durch Bearbeitung der am vorherigen Tag entstandenen Bilder am eigenen Laptop
  • Teilnahme-Zertifikat

Einsteinstr. 28, 81675 München am Max-Weber-Platz
U-Bahnlinien U4 und U5, Straßenbahn Linie 15,18,19 und 25
Zu buchen für 129,– Euro (2 Tage Seminar!!) über www.mydays.de mit Terminübersicht oder direkt bei www.peteratkins.de

53 Kommentare

  1. D!Raven

    Wenn ich die Arbeiten von Peter Atkins sehe, dann weiss ich, dass er fürs fotografieren geboren wurde. Das liegt nicht jedem und daher finde ich es toll, dass Peter versucht, sein Wissen und Können anderen Fotografen beizubringen. Übung macht den Meister und es klappt besser, wenn die Übungen durch einen Meister gezeigt werden. Peter mach weiter so und ich hoffe, dass auch ich mal von dir so schön eingefangen werde.
    Mit sportlichen Grüßen aus Osnabrück,
    D!Raven

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