RAW oder JPG? Das ist hier die Frage!

Jeder Fotograf kommt irgendwann mal nicht drum rum sich diese Frage zu stellen. Auf der Suche nach Antworten in einschlägigen Foren und unter Berücksichtigung sonstiger Meinungen wird die klare Antwort sicherlich für RAW ausfallen. Wenn ich mir aber meinen RAW Workflow mal genauer ansehe, stellen sich bei mir langsam Zweifel ein, ob RAW denn wirklich das non-plus-ultra ist.

Habe ich mich als Anfänger noch super darüber gefreut, dass ich durch die RAW Verarbeitung fast jeden Fehler aus meinen Bildern bannen kann, frage ich mich langsam was mir RAW heute noch bietet.

  1. pro RAW
  2. contra RAW
  3. Fazit
  4. Klarstellung: RAW Bearbeitung ist keine Fotomanipulation!

pro RAW

Mit RAW habe ich quasi immer einen Fallschirm dabei. Jedes Foto hat eine gewisse Pufferzone in der ich die Verarbeitung nicht der Kamera überlasse sondern in einem gewissen Rahmen frei beeinflussen kann. Habe ich während der Aufnahme ein Bild versaut bekomme ich dennoch meinen Lohn weil ich das Bild noch retten konnte.

Das Beste Beispiel ist ein verfälschter Weißabgleich. Während ich semi-kommerziell Fotografiert habe, war ich irgendwie immer im Stress. Da hat sich der Weißabgleich gerne mal verselbstständigt. Alles kein Problem, ich fotografierte ja in RAW und konnte ihn nachträglich noch ändern.

Was bei 5-30 Fotos noch nach Sonnenschein und Engelsglocken klingt erweist sich bei einer größeren Menge an „Film“ Material eher als eine Dramaturgie.

contra RAW

Denn wer schon mal bei 500 Fotos den Weißabgleich manuell ändern musste, weiß ganz genau wie viel Zeit da drauf geht. Ist die Belichtung zudem falsch kommt nochmals unendlich viel Zeit dazu. Und die 2 Minuten, die ich mir während der Aufnahme gespart habe bekomme ich auf einmal 20 fach wieder aufgebrummt.

Manche würden jetzt sicherlich fragen, warum ich das nicht einfach im Batchmodus der RAW Konverter (Halb)Automatik überlasse. Die Klare Antwort ist, weil diese nicht besser ist als die Kameraautomatik und genauso oft einfach daneben liegt.

Ich zahle also für meine Schlamperei während der Aufnahme einen sehr hohen Preis. Ein ausgebildeter Fotograf lacht sich darüber nur ins Fäustchen und zieht seine schadenfrohe Mime auf.

Fazit

RAW ist wie eine Schwimmweste — der Surferjungling trägt sie noch obwohl er eigentlich schon gut surfen kann und mit Sicherheit ein guter Schwimmer ist. Der Pro tragt sie nicht mehr, weil Sie ihm nur lästig ist obwohl er aus der Erfahrung gelernt hat, dass es auch mal gefährlich werden kann und eigentlich genau weiß, dass es mit Weste sicherer ist. Dazwischen gibt’s aber noch die, die zwar ohne Weste raus wollen, sich aber nicht trauen weil zu viele sagen, dass die Weste ein Muss ist.

Der wirkliche RAW Workflow sah also fast immer so aus, dass ich 10-20 Fotos optimiert habe und der Rest einfach mit der Konvertierungs-Automatik ins JPG gebannt wurde. Den wirklichen Vorteil der RAW Daten habe ich also nie ausgeschöpft.
Wenn ich mal ein Paar Portraits gemacht habe, war die RAW Konvertierung jedes einzelnen Bildes für sich natürlich ein eigenes Kunstwerk und vollends optimiert, bei einer Flut an Bildern — die bspw. viele Hochzeitspaare fast schon voraussetzen — ist diese Vorgehensweise einfach nicht vertretbar.

Was ich also gelernt habe ist, lieber etwas mehr Zeit bei der Aufnahme zu investieren und alles richtig zu machen als später die Fehler auszubessern. Kein ernstzunehmender Fotograf würde im Boden versinken, wenn man sich seine JPGs auf der Kamera direkt nach der Aufnahme ausbleichten würde! Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Und ein kleiner Tip am Rande: Zwecks Weißabgleich ist die Graukarte, eine Objektivcap oder zur Not einfach ein weißes Taschentuch vor der Linse wirklich ein Muss, dass jeder dabei haben sollte! Wegen der Belichtung sollte jeder seine Tonwertanzeige in der Kamera zu schätzen lernen! Denn das Monitorbild lügt!

Und ein weiteres ganz kleines pro reines JPG ist die Speicherkarte, die auf einmal anstatt nur 200 Aufnahmen 600 oder mehr zusammenhalten kann ;)

Klarstellung: RAW Bearbeitung ist keine Fotomanipulation!

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RAW Bearbeitung hat nichts mit Bildbearbeitung zu tun. Es ist eher mit dem Entwickeln des Films und der anschließenden Entwicklung der Positive zu vergleichen.

Man konnte (früher) beim Entwickeln der Positive durch die erneute Belichtungszeit des Papiers die Belichtung des Bildes in etwa +-2EV korrigieren, genau wie beim RAW.
Du kannst sogar aus einem ASA400 Film einen ASA 800 Film „machen“, in dem Du den 400er Film belichtest wie einen 800er und dann den 400er Film wie einen 800er entwickelst.

Zudem konnte beim Entwickeln der Positive mittels Farbfilter die Farbtemperatur angleichen, genau wie beim RAW. usw….

Letztendlich gab es tatsächlich sehr viele Möglichkeiten. Man bekam beim Film eben kein JPG artiges fertiges Artefakt.

Eine Fotografie ist ein Monolog ohne Worte…
Wenn Sie nichts zu erzählen hat, dann ist sie einfach langweilig.

19 Kommentare

  1. hi,
    also ich muss dir ganz klar wiedersprechen. für mich stellt sich das RAW format nicht als Rettungsweste, sondern als Proif-Werkzeug dar.
    Betrachtet man das ganze von der technischen seite, stellt sich heraus, dass die Kamera auch nur ein RAW-Converter ist, bei dem aber nicht alle Einstellungen gemacht werden können.

    Sicher sehen bei einem Profi auch Fotos aus der Kamera toll aus. Das Ziehl der Fotografie ist es jedoch immer bessere Fotos zu machen und nicht mit einem Wunderwerk der Technik zu arbeiten und dann auf alle Vorteile zu verzichten.

    Was den Workflow angeht: Da würde ich dir vorschlagen mal Lightroom zu testen und dann auch die entsprechenden Funktionen zu lernen. Ich selber arbeite als Pressefotograf und stehe somit immer unter Zeitdruck. Doch mit etwas Übung und Wissen, lassen sich RAW-Dateien sehr schnell bearbeiten.

    Der Vorteil der RAW-Dateien ist auch nicht auf den Weißabgleich beschränkt. Bessere Bildqualität und 14BIT-Farbtiefe sind nur 2 von vielen Vorteilen !

    lg Michael

  2. Ich bin auch, gerade wegen des genannten Nachteils des hohen Nachbearbeitungsaufwandes, aber auch wegen des irrsinnigen Speicherplatzverbrauchs kein Freund von RAW.
    Aber ein entscheidender Vorteil von RAW, den man in seltenen Fällen braucht, ist die hohe Farbtiefe, die nicht auf die 3x 8bit von JPEG beschränkt ist. Klar, so lange man das nicht mit entsprechend teuren Geräten mit höherer Farbtiefe ausgeben kann, ist dieser Unterschied schlicht irrelevant. Ansonsten ist die Bildqualität nicht besser, als ein minimal komprimiertes JPEG (eine gute Kamera vorausgesetzt).

  3. Nun ich muss zugeben, dass mein Statement hier sich auf das RAW Worflow mit Camera RAW von Adobe begrenzt. Lightroom habe ich noch nicht getestet, aber das Konkurrenzprodukt DxO Optics. Der Workflow wird dadurch wesentlich flüssiger und die die Qualität der Bilder wird auch gleich optimiert — Objektiv-Verzerrung, Verzeichnung und Rauschen. Das Rauschen wird Kameraspezifisch entfernt und nicht wie bei Camera RAW einfach interpoliert.
    Allerdings habe ich noch keine Muße gefunden das Tool wirklich mal für eine Serie einzusetzen und dementsprechend vorher die Testversion gegen eine Lizenz zu tauschen. Die Testversion hat nämlich – wie alle Testversionen – einen gewissen »Nachteil«, dass Sie nur so kurz läuft und man danach wieder auf das nächste Upgrade warten muss ;) Vielleicht sollte ich mal das Geld endlich investieren und es mir mal endlich zulegen — dann kommt vielleicht auch eine Revision dieses Beitrags ;)

  4. na ja….. man darf auch die höhere Farbtiefe bei RAW’s nicht vergessen, gerade bei SW Konvertierungen fehlen Dir beim JPEG die feinen Grauwertabstufungen.

    Gruß Stefan

  5. Ich versuche mal dein recht wortweiches Fazit mal plakativ zusammenzufassen / allerdings in zwei Versionen:

    1. Der Profi/Könner nimmt jpg, der Amateur/Lernende/Unsichere nimmt RAW
    2. Für schnelle Massenware jpg, für anspruchvolle, künstlerische Bilder RAW

    Je eine positive und negative Konnotation für jeder Alternative. Oder: man kann sich alles schön reden.

  6. Hallo,
    danke erst ein mal für die Gegenüberstellung der pros und contras. Ich sehe es ein wenig ähnlich.
    RAW ist gut zum Nachbearbeiten weniger Fotos. Doch bei vielen Aufnahmen (Veranstaltungen, Landschaftsaufnahmen usw.) würde mir die Nachbearbeitung einfach zu lange dauern. Auch der Speicherverbrauch ist ein Nachteil.

    Aber danke jetzt ist meine Motivation, mich mal wieder intensiver damit zu beschäftigen gestiegen.

  7. Norbert

    Hi Viktor,

    bin leider kein Pro, kann nur RAW. ;)

    Warum fotografiere ich RAW? Einfach der Reserven wegen. Teilweise fotografiere ich schon auf die Nachbearbeitung hin. „Expose to the right“ funktioniert mit JPG nur sehr schlecht. Leider ist der Dynamikumfang für mich oft zu gering. Andersrum versucht man trotzdem Fehler schon bei der Entstehung zu vermeiden, den RAW ist kein Wundermittel und meistens klappt es nicht ein verhunztes Bild retten zu wollen. Wenn das Ausgangsmaterial nicht stimmt wird RAW wirklich arbeitsintensiv und die Ergebnisse sind eher bescheiden.

    Was bei RAW natürlich wichtig ist, ist der Workflow. Also einer der wenigen, die nicht mit Lightroom unterwegs sind, sondern in meinem Fall mit Cature NX sieht er bei mit wie folgt aus.

    – Bilder von der Karte auf Platte ins Sammelverzeichnis schieben.
    – ester Sichtungsdruchlauf mit ViewNX um unbrauchbare zu löschen und eine Idee zu bekommen was da ist
    – zweiter + x-ter Sichtungsdruchlauf bei denen bearbeitungswürdige Bilder bewertet werden
    – dann die wenigen bewerteten Bilder in eine anderes Verzeichnis kopieren, wo sie bearbeitet werden
    – anschließend vielleicht noch mal die fertigen JPGs aufteilen in die, die ich zeigen mag und die, die nur Dublette oder nicht so dolle sind

    Bei Sachen wo ich die Bilder direkt nach der Versanstaltung haben will, knipse ich schon mal RAW+JPG – habe dann aber auch fast die doppelte Arbeit, weil mit dem Sichten schon die halbe Miete im Kasten ist und ich dann immer getrennt nach JPG und RAW sichte.

    Ich habe aber gewaltig Respekt vor Leuten, die ihre Bilder so in den Kasten bringen, daß die JPGs schon fertig sind.

    Gruß
    Norbert

  8. RAW

    Auf jeden Fall RAW, ich fotografiere gar nicht mehr in Jpeg. Wer schon eine teure DSLR benutzt will auch die mögliche Bildqualität haben, jedenfalls geht es mir so.
    Gruß Volker

  9. Ich gehe jetzt sogar noch einen Schritt weiter und fotografiere privat nur noch in SW (Out-of-the-Cam)

  10. Malachi

    Ich will auch widersprechen. Gerade die Verwendung von raw hilft ungemein. Selbst wenn man wie im Artikel nicht die Zeit aufbringen mag, um jedes Bild einzeln zu konvertieren, kann man das per Batch vom Konverter erledigen lassen. Da die meisten Programme die Kamera sowie das Objektiv berücksichtigen und manchmal, wie DxO, auch den Dynamikbereich leicht anheben, kommen deutlich bessere Bilder heraus – mit minimalem Zeitaufwand.
    Und entpuppt sich ein Bild auf dem Monitor als Kracher, was man während des fotografierens nicht so bemerkte, hat man alle Reserven übrig um das Maximum herauszuholen.
    Meiner Meinung nach ist der einzige Nachteil von raw der immense Speicherplatzverbrauch. Aber Festplatten werden immer günstiger, also warum verzichten?

  11. Mein Fazit sieht mittlerweile auch anders aus. Speicherkarten kosten nicht mehr die Welt, Festplatten noch weniger. DxO ist in der Tat ein Burner für die Konvertierung, da es die bekannten Fehler automatisch ausbügelt!

    Die Kamera steht jetzt immer auf RAW+JPEG, da kann ich sowohl schnell auf die JPEGs zugreifen als auch die Sicherheit zur bestmöglichen Qualität haben.

  12. Gerald

    Selten so einen dümmlichen Quatsch in einem ernsthaften Fotoblog gelesen…

  13. w0rtmann

    Seit ein paar Tagen bin ich gedanklich erst in der Fotografie, und es gibt wirklich abertausend Fragen, die ich mir stelle. Eine davon ist: Welches Format?
    Weil ich kaum Ahnung davon habe (nur Grundwissen, was zum Beispiel RAW überhaupt ist), habe ich das Internet zu dem Thema ein wenig bemüht. FroKnowsPhoto hat mir letztendlich dazu verholfen, mich für RAW zu entscheiden, obgleich ich das Potential als Laie noch gar nicht ausschöpfen kann. Aber der Vergleich zwischen JPEG und RAW mittels eines Fotos und des zugehörigen Negativs (analog), hat mir die Entscheidung quasi abgenommen. Wichtig war für mich einfach das Dateihandling. Glücklicherweise gibt es Codecs, um in Windows eine Thumbnail-Vorschau zu erhalten (ganz wichtig für mich), ein gutes und schnelles Bildbetrachtungsprogramm, dass die RAWs wie JPEG öffnen kann, und zu guter Letzt den DNG-Converter von Adobe, was das Dateihandling so einfach macht, wie den Umgang mit JPEGs.
    Dateigröße spielt für mich erstmal keine große Rolle, den Faktor habe ich bei meinen Überlegungen ausgelassen.
    Trotz allem habe ich halt noch keine wirkliche Ahnung davon, was mir RAW bringen wird, wenn ich etwas bewandertet in Fotografie und Bearbeitung bin, aber ich wähle gern die Option, die mehr Potenzial (blöde Rechtschreibung!) bietet, auch wenn ich es (noch!) nicht nutzen kann. :)
    Aber deni contraRAW ist, vorsichtig betrachtet, auch sehr interessant. Solange ich aber nur für mich selbst fotografiere um zu lernen, werde ich früher oder später für mich selbst herausfinden, wie ich das ganze am Ende halten werde.
    Und das mit dem Dateihandling sage ich jetzt noch, das wird sich sicherlich bald auch ändern. :D

  14. >>Dateigröße spielt für mich erstmal keine große Rolle
    Dann wäre das Optimum sowieso RAW+JPEG weil Du dann alle Flexibilität hast.

    Ich bin übrigens mittlerweile auch auf diese Kombination umgeschwenkt und liefere die JPEGs ab, wenn die ok sind und benutze RAW wirklich nur noch als Fallback

  15. w0rtmann

    Ja, hatte deinen Kommentar diesbezüglich schon gelesen. Ich habe erstmal nur RAW genommen, weil das im Ordner dann so unübersichtlich ist. :D
    Aber macht natürlich Sinn dann. :)

  16. Viktor

    Kannst ja nach Dateiart trennen. Dann hast Du die Übersicht zurück :)

  17. TomGarot

    Interessante Disskusionen hier in der Kommentarsektion, der Artikel selbst hat mir natürlich auch gut gefallen :-)
    Ich denke allerdings hinter der Frage RAW oder JPG steckt noch eine viel grundsätzlichere Einstellung: will ich Fotos schießen oder Fotos machen?
    Meiner Meinung nach besteht die wahre Kunst der Fotografie doch darin ein Bild so einzufangen, dass eine Bearbeitung nicht mehr nötig sein sollte. Vor der digitalen Fotografie konnte man schließlich auch nur entwickeln und wenn man dann einen Fehler bei der Aufnahme gemacht hat dann hatte man eben pech gehabt. (ja auch da gab es schon Tricks und Workarounds, aber bei weitem nicht in den heutigen Ausmaßen)
    Andererseits gibts es natürlich auch neue Möglichkeiten durch die Nachbearbeitung, hier muss man ganz klar zwischen Fotografie und Fotobearbeitung unterscheiden! Man könnte wohl sagen die digitale Fotografie hat eine Menge Potenzial gebracht, jedoch auch alte Künste/Fähigkeiten obsolet gemacht.

    Ich persönlich fotografiere sehr selten in RAW und versuche auch meine Aufnahmen so wenig wie möglich zu bearbeiten, die kleinen Fehlerchen werten ein Bild manchmal auch auf. Schließlich ist Perfektion auch nur eine Illusion, warum also etwas verfolgen, was nicht einmal Real ist?

  18. Hallo Tom,
    Ich glaube Du hast einen Fehler in der Argumentation:
    „Vor der digitalen Fotografie konnte man schließlich auch nur entwickeln“

    Man konnte (früher) beim Entwickeln der Positive durch die erneute Belichtungszeit des Papiers die Belichtung des Bildes in etwa +-2EV korrigieren, genau wie beim RAW.
    Du kannst sogar aus einem ASA400 Film einen ASA 800 Film „machen“, in dem Du den 400er Film belichtest wie einen 800er und dann den 400er Film wie einen 800er entwickelst.

    Zudem konnte beim Entwickeln der Positive mittels Farbfilter die Farbtemperatur angleichen, genau wie beim RAW.

    usw.
    Letztendlich gab es tatsächlich sehr viele Möglichkeiten. Man bekam beim Film eben kein JPG artiges fertiges Artefakt.

    RAW Bearbeitung hat damit also nichts mit Bildbearbeitung zu tun. Es ist eher mit dem Entwickeln des Films und der anschließenden Entwicklung der Positive zu vergleichen.

    „Man könnte wohl sagen die digitale Fotografie hat eine Menge Potenzial gebracht, jedoch auch alte Künste/Fähigkeiten obsolet gemacht.“
    Das hat nichts mit der digitalen Fotografie gemein! Alte Positive und Negative kann man seit dem es gute Scanner gibt genauso nachbearbeiten, wie digitale Aufnahmen. Es ist die Entwicklung der digitalen Fotomanipulation, nicht die der digitalen Fotografie – sie macht es nur einfacher, ok.

  19. JPDnator

    „auf jeden Fall RAW, ich fotografiere gar nicht mehr in Jpeg. Wer schon eine teure DSLR benutzt will auch die mögliche Bildqualität haben, jedenfalls geht es mir so.“
    Ha Ha Ha ???
    Natürlich…..man kann sich alles schönreden.Bin kein Profi, sehe daher auch keinen Vorteil im Raw format.Verfolge diese Diskussion schon Jahre und Sehe da „keinen“ Vorteil.
    Wenn ich all diese Laien mit ihren verhunzten Fotos sehe, weil sie mit ihren Raw Konvertern alles verschlimmbessern, anstatt sich wie hier beschrieben erstmal mit der Kamera zu beschäftigen.
    Allerdings würde ich, wenn ich mein Geld damit verdiene, auch beide Formate nutzen.Der Sicherheit halber und um am Ende wenn es dann doch mal nicht passt, das Raw Bild zu machen.
    Es wird ja geradezu in sämtlichen Foren so Publiziert das man Fotos nur in Raw machen kann.Was ein Quatsch.Jeder Knipser gebraucht Worte wie Direktpositiv, ohne Adobe kannst Du vergessen …. bla bla….ja ich muß kein Profi sein, um zu wissen das dem nicht so ist.
    Soll nicht heissen, daß ein richtiger Profi natürlich seinen Nutzen daraus ziehen kann.Ob sinnvoll oder nicht, ob man einen Unterschied sieht oder nicht…das ist „subjektiv.Das meiste wird meiner Meinung nach eh Verschlimmbessert.Ein gutes Foto ist eines, das am besten dem Moment des Bildes entspricht.So und wer hat schon solche Fotos?Ich denke 90% entsprechen nicht dem Original.Das ist Pro?Aber auch bei Fernsehern geht der trend ja zu unrealistischer Bildgestaltung hin.Man kann alles hineininterpretieren was Sinn und keinen Sinn macht…am ende ist und bleibt es eine Geschmacksache wer wie wo was nutzt.Und wenn der Profi einen minimalen Vorteil mit Raw haben mag (Nachteil riesige Dateien, Zeitaufwand usw)…dann erzählt dem Normalen Knipser doch bitte nicht, daß er das unbedingt braucht und JPG nichts taugt.Den das ist wirklich unprofessionell.So das kann man hie nach Jahren auch mal sagen. (-: (Meine Meinung)

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