Hast Du schon Mal Modefotografie ausprobiert? Nein? Dann solltest Du es unbedingt tun!

Man kann sicher ohne Zweifel sagen, dass die Modefotografie eines der spannendsten Genres in der Fotografie ist.

Egal ob professionell oder als Amateur, der Phantasie sind hier die geringsten Grenzen gesetzt. Alles ist erlaubt. Die Betrachter erwarten nicht zwangsweise eine Geschichte im Bild, sie wollen sich auch nicht stundenlang damit beschäftigen ( müssen ) um die Intention des Künstlers herauszufinden. Authentizität ist hier auch nicht gefragt. Surrealismus, Realismus, whatever! Das Bild muss einfach wirken. Aufmerksamkeit erzeugen. Auffallen.

Es gibt in der Modefotografie kaum Normen, die als unverrückbar gelten, sodass viel Raum für Kreativität und Phantasie entsteht. Diese Art der Fotografie unterliegt, genau wie Modetrends selbst, einem stetigen Wandel und entwickelt sich unaufhörlich weiter. So kurzlebig ein heute aktueller Zeitgeist sein mag, so schnell verändern sich bestimmte Looks in der Modefotografie. Für Fotografen ist es deshalb eine Herausforderung, immer am Puls der Zeit zu bleiben, Trends zu erkennen oder gar eigene Bildstile zu etablieren. Gerade das macht aber die Faszination der Modefotografie aus.

Die Vorläufer der ersten Modefotografien stammen aus dem Jahr 1856. 1892 erschien die erste reproduzierte Modefotografie in der französischen Publikation La Mode Pratique. [ Quelle ]. Es ist also ein durch und durch etabliertes Genre, dass jeder Fotograf – egal ob professionell oder Amateur – in seinem Leben ausprobieren sollte! Es ist einfach wunderbar mal die Regeln bewusst zu brechen und mit Licht, Reflexionen und dem Model zu spielen. Diese Erfahrung bringt einen in der Fotografie enorm weiter. Besonders, wenn man die Grundlagen bereits beherrscht und aktiv etwas Neues ausprobieren will.

Wie nähert man sich der Modefotografie?

Doch wie nähert man sich dem Genre? Einfach Models buchen und drauf los shooten? Keine schlechte Idee für den Anfang. Besser aber man fängt klein an und startet bspw. mit einem eBook zum Thema.

E-Book „Modefotografie. Tipps, Tricks und Hintergrundinformationen“ gibt Fotobegeisterten und allen, die es noch werden wollen, einen Einblick in die wunderschöne Welt der Modefotografie. Einsteiger finden hier das nötige Basiswissen, um zeitlos schöne Modefotos zu schießen, aber auch Fortgeschrittene können hier ihr Wissen mit praxisnahen Tipps erweitern.

eBook Faszination der Modefotografie kostenlos herunterladen

Die ersten kleinen praktischen Schritte

Meldet euch bei Workshops zum Thema People-Fotografie an! Sie bieten die beste Möglichkeit sich einem bestimmten Genre zu nähern und nehmen euch die „Angst vor dem Versagen“!

Ich habe mit einem Event angefangen, dass ein Fotoworkshop in der Modefotografie bot. Die Location war dafür ausgezeichnet ( ein klasse Nacht-Club im Ruhrgebiet ). Unter Anleitung und bei Interesse lernt man wirklich schnell, so dass bereits nach 4 Stunden jeder Teilnehmer getrost sagen konnte: „Ich habe etwas wundervolles vollbracht“.

Eine kleine Kostprobe von dem Event

Wo bekomme ich später Modelle her?

Es gibt so viele Möglichkeiten an Menschen mit interessantem Aussehen zu kommen. Ich wette, in Deinem Bekanntenkreis ist mindestens eine Person, auf die das zutrifft und die auch dazu Lust hat! Wenn alle Stricke reißen hast Du noch die Möglichkeit bei der Modelkartei nach TFP Modellen zu suchen.

Wo mache ich die Fotos?

Draußen, Nachts, Tags, in der U-Bahn, in eigenen Home-Fotostudio, whatever. Um so abgefahrener die Location, desto mehr Spaß macht das Ganze!

Welche Objektive oder Kamera brauche ich dafür?

Modefotografie lässt sich eigentlich mit fast jeder Kamera machen. Egal ob DSLR oder System, oder sogar gehobene Kompakte. Bei einer DSLR rate ich zu mindestens einem 50mmm Objektiv. Wenn ich aber mir die People Fotos meiner Kollegin ansehe, dann ist ein 35mm (am Crop) genau das richtige Objektiv.

Modefotografie macht wirklich Spaß

Von allen Genres, die ich bisher in der Fotografie ausprobiert habe ( Event-, Hochzeits-, Produkt-, Kunst- und Peoplefotografie ), machte die Modefotografie am meisten Spaß! Es ist zwar sehr viel Disziplin notwendig, doch der Umgang mit dem Model ist und muss sehr locker sein – sonst klappt das nicht. Man macht sehr viele Faxen und Spässe.

Noch ein paar Eindrücke meiner besten „Modeshoots“

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Vergleich Angelina Jolie Sessel Portrait

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Ein Vergleich Deines zu prominenten Portraits wird niemals standhalten. Versuche also nicht Deinen Weg durch die Kopie Anderer einzuschlagen!

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mode-portrait

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Wenn Ich Dich jetzt neugierig gemacht habe, dann freue ich mich über Deinen Kommentar zum Thema!

Eine Fotografie ist ein Monolog ohne Worte…
Wenn Sie nichts zu erzählen hat, dann ist sie einfach langweilig.

4 Kommentare

  1. Lieber Viktor,

    vielen Dank für diesen tollen Artikel. Ich durfte auch schon Erfahrungen mit der Modefotografie sammeln und bin absolut begeistert davon. Auf meiner Webseite (http://miriamhamel.com) kannst Du zwei Bilder sehen (Mitte rechts und unten). Alle Bilder von mir sind übrigens nachträglich nicht bearbeitet und nicht zugeschnitten (nur skaliert).

    Besonders gut daran gefällt mir, dass der Umgang mit dem Model wirklich locker und freundschaftlich ist. Alle können ihre Ideen mit einfließen lassen. Mit dem richtigen Gefühl für den korrekten Ausschnitt und den richtigen Moment, sowie für die für den gewünschten Ausdruck passende Kameraeinstellung ist es sehr leicht, schöne Bilder zu erstellen.

    Viele liebe Grüße,

    Miriam

  2. Viktor

    Wir müssen natürlich zugeben, dass sobald hier Kommerz im Hintergrund steht, die Lockerheit und das mit dem „Jeder kann Ideen einbringen“ vorbei ist. Der Kunde will dann ein bestimmtes Bild und der Fotograf das Ding möglichst schnell und einfach im Kasten haben.

  3. Hallo Viktor,
    ich finde deine Anmerkung „Der Kunde will dann ein bestimmtes Bild und der Fotograf das Ding möglichst schnell und einfach im Kasten haben.“ sogar recht positiv. Klare Kommunikation macht für mich das Arbeiten mit einem „Model“ einfacher. Nicht ausgesprochene Wünsche führen da in meinen Augen eher zur Verwirrung und damit sogar zur Enttäuschung. VG Jens

  4. Viktor

    Ja aber dann wird der Fotograf zu einer funktionieren Maschinerie und ist zu einem Bringsold verpflichtet. Mit locker mit dem Model Schabernack machen ist es dann nicht mehr getan. Viele Menschen verbinden den Beruf Fotograf mit reinem Spaß. Wer aber selbst einen Tag in der Praxis erlebt hat weiß, dass es eine der härtesten und stressigsten Arbeiten ist, die man ausüben kann.

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